
Konzept

Das BREMER LEHRHAUS hat seine Arbeit im Oktober 1988 begonnen.
Im Zentrum der Lehrhausarbeit stehen die biblischen Bücher
des Alten und Neuen Testaments – zumeist fremd
und schwer zugänglich – mit ihren vielfältigen zum
Teil widersprüchlichen Geschichten über Gott und die Menschen.
Sie werden als zusammenhängende Texte vorgelesen, kommentiert
und diskutiert.
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Es geht darum, diese Texte als große Dokumente der abendländischen
Tradition und als Quellen sowohl des jüdischen wie des
christlichen Glaubens kennen zu lernen. Dabei entsteht fast
selbstverständlich die Frage, welcher Gegenwartsbezug in
ihnen (noch) deutlich wird.
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Das führt zu weiteren Schwerpunkten des Lehrhauses: zu
den Impulsen und Spuren, die dieses Buch in den vergangenen
2000 Jahren in der Bildenden Kunst, der Literatur
und der Musik hinterlassen hat. Die Künste sind
vielleicht heute Statthalter der biblischen Tradition in der
säkularisierten Welt.
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Biblische Texte und deren Wirkungsgeschichte spielen heute
wie eh und je in die politisch-gesellschaftliche Auseinandersetzung
hinein. Von daher gehören Fragen der Geschichte
und der Politik zur Arbeit des Lehrhauses.
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Die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaften stellen
Fragen an die Deutung biblischer Texte.
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Biblische Texte sind zum Teil auch liturgische Texte, sind
in der Liturgie von Synagoge und Kirche überliefert worden
und darauf angelegt, im Gottesdienst Leben und Farbe zu bekommen.
Deshalb gehört das Angebot von Gottesdiensten
zum Lehrhaus.
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LEHRHAUS – eine sehr alte Bezeichnung für eine jüdische
Institution, in der schon damals nach der Zerstörung des Jerusalemer
Tempels (587 v. Chr.) und der stark veränderten Situation in
Gesellschaft und Religion die Frage nach lebbaren Neuansätzen
gestellt und diskutiert wurde.
LEHRHAUS HEUTE – ein Ort, der Fremdes und Befremdliches zulässt,
schwierigen Fragen nicht ausweicht und Menschen unabhängig
von ihrer Religion und Weltanschauung zusammenführt.
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Die SEMINARE des Lehrhauses werden überwiegend
von Mitgliedern des Lehrhauses gestaltet. Wie in den letzten Jahren
ist das Jahresprogramm gemeinsam von den Seminarleiterinnen und
Seminarleitern entwickelt worden. Sie sollen auch den Gesprächszusammenhang
der unterschiedlichen Seminare herstellen.
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An den Seminaren können alle teilnehmen, die Interesse haben,
über die Themen mit anderen im Gespräch nachzudenken.
Das LEHRHAUS finanziert sich ausschließlich aus Mitgliederbeiträgen
und ist damit unabhängig. Träger ist ein eigens dafür
gegründeter Verein. Wer Mitglied werden möchte, kann Näheres
im Sekretariat erfahren.
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